Mini-Sirenen heulen auf im Werkraum

Viertklässler von Technik begeistert – Spende und Unterstützung durch die Firma K+B

Es raucht und qualmt im Werkraum der Chambtal-Grundschule Weiding, Mini-Sirenen heulen auf: aber das alles stört die Viertklässler nicht. Mit Freude und Konzentration arbeiten sie mit dem Lötkolben, befestigen Drähte, LEDs sowie Widerstände und freuen sich riesig miteinander, wenn zu guter Letzt am Wechselblinker oder bei der Taschenlampe „die Lichter angehen“.

Auch in diesem Jahr haben wieder 23 Mädchen und Buben an dem sechswöchigen Projekt „Schüler entdecken Technik“ mit Erfolg teilgenommen. Bereits seit zehn Jahren haben Schüler der Chambtal-Grundschule Weiding nun die Gelegenheit, außerhalb des regulären Schulbetriebs das breite Feld der Technik zu entdecken.

An sechs Nachmittagen fertigten die jungen Techniker selber einfache elektrische Geräte, die sie natürlich mit nach Hause nehmen durften. Anfangs begannen die Schüler mit kleinen Lötübungen zur Einführung, bevor sie eine Platine für eine Taschenlampe hergestellt haben. Und tatsächlich ging dabei bei allen 23 Teilnehmern ein Licht auf. In den nächsten Werkstunden stellten sie noch einen Wechselblinker und eine Kojak-Sirene her, die den Kindern am besten gefielen. Es mache mehr Spaß als im Unterricht, da man selber etwas zusammenbauen dürfe und die Zeit einfach schneller vergehe, war von den begeisterten Kindern zu hören. Am letzten Tag am nächsten Dienstag dürfen die Schüler noch einen Computer zerlegen und sein Inneres bestaunen. Für die erfolgreichen Leistungen erhielten die Schüler noch eine Urkunde überreicht.

Susanne Freudenstein vom gemeinnützigen Verein „Technik für Kinder e. V.“, die dieses Konzept 2010 ins Leben gerufen haben, ist es auch ein großes Anliegen, dass die Kinder Spaß am Lernen haben. Mittlerweile konnten insgesamt über 50.000 Kinder an 244 Schulen durch diese Aktion gefördert werden. Besonders stolz sei man auch auf die fünf Technikhäuser, eine Werkstatt speziell für Kinder, wo ihnen durch pensionierte Handwerker der Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen näher gebracht wird. Es wäre eine große Freude, wenn auch bald im Landkreis Cham ein solches Technikhaus eröffnen würde.

Ein großer Dank galt wieder der Firma Kappenberger+Braun, die heuer wieder neben der Übernahme der Kosten für das komplette Material auch vier ihrer Auszubildenden aus dem 2. bzw. 3. Ausbildungsjahr der Elektroniker zur Verfügung gestellt haben. So standen Anna-Lena Edenhofer, Andreas Zisler, Johannes Steinkirchner und Yannick Attenberger den Kindern als Tutoren mit Rat und Tat beiseite. Ausbildungsleiter Josef Hauser war mit der Arbeit der Kinder ebenfalls sehr zufrieden und lobte ihr vorbildliches Verhalten. „Wir möchten den Kindern die Technik spielerisch näher bringen und hoffen natürlich auch, dass sich vielleicht nach Schulabschluss der oder die Eine oder Andere für eine Ausbildung in unserem Haus entscheidet“, sagt Josef Hauser.

Schulleiterin und Klassenleiterin Annette Steinhofer dankte ebenfalls Ausbildungsleiter Josef Hauser und hob nochmals hervor, dass das Projekt ohne die Spende sowie Unterstützung der Firma Kappenberger+Braun nicht möglich wäre. So gab es seitens der Kinder einen großen Applaus dafür. Die Schulchefin ist mit dem Projekt sehr zufrieden und auch zuversichtlich, auch nächstes Jahr mit der Chambtal-Grundschule Weiding daran teilzunehmen. Denn den Schülern macht es sogar mehr Spaß wie im Unterricht.

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