Kinder werden Technik-Fans

Eine Urkunde für die Teilnahme – darüber freuen sich auch Schulleiterin Anette Steinhofer, Lehrlingsausbilder Josef Hauser sowie zwei Tutoren der Firma Kappenberger und Braun

Es raucht und qualmt im Werkraum der Chambtalschule Weiding – doch das stört die Drittklässler nicht. Mit Freude und Konzentration arbeiten sie mit dem Lötkolben, befestigen Drähte, LEDs und Widerstände und freuen sich miteinander, wenn am Ende am Wechselblinker oder bei der Taschenlampe „die Lichter angehen“.

Bereits seit 2011 haben die Weidinger Grundschüler die Gelegenheit, außerhalb des regulären Schulbetriebs das breite Feld der Technik nicht nur weiter kennen zu lernen, sondern auch handelnd zu entdecken. Auch heuer wieder besuchen Schüler und Schülerinnen aus der dritten Klasse der Chambtal-Grundschule Weiding den  Kurs „Technik für Kinder“:  so heißt das Projekt – unterstützt von der Hochschule Deggendorf, dass Kinder schon frühzeitig für Technik begeistern soll. Technik für Kinder, das ist eine Initiative der Fachhochschule Deggendorf, die durch den Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt und von örtlichen Firmen gefördert wird.

Vier Azubis  und  Ausbilder Josef Hauser von der Firma Kappenberger & Braun aus Cham standen den jungen Nachwuchstechnikern und -ingenieuren  fachkundig zur Seite. Die Mädchen und Jungs wurden an sechs Nachmittagen mit den Grundzügen der Elektrotechnik vertraut gemacht,  um gezielt technische Alltagsdinge wie Taschenlampe, Wechselblinker, und Sirene selbst herzustellen. Das alles bewegt sich jedoch weit jenseits bloßer kindlicher Spielerei: Es wurde geschraubt und gebohrt, an einer Platine gelötet, die Isolierzange war in Gebrauch, der Widerstand wurde gemessen und das alles natürlich mit Schutzbrille und hin und wieder einer kleinen Brandblase. Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache und ganz nebenbei beherrschen sie plötzlich die Handgriffe und den Wortschatz: Ob Lötkolben und Lötdraht, Abisolierzange oder Entlötsaugpumpe, all das war in Gebrauch und muss auch richtig benutzt werden, um zum entsprechenden Ergebnis zu führen. Und wenn zum Schluss auch noch eine Urkunde verliehen wird, ist dies zwar schön zum Herzeigen, das Schönste aber haben die Kinder vorher erlebt: Das Gefühl, ganz allein tolle Sachen herzustellen, die auch noch funktionieren.

Zum Abschluss der sechs Nachmittage dürften die Kinder dann auch noch einem alten Computer zu Leibe rücken und ihn vollkommen zerlegen, um sein Innenleben näher kennen zu lernen. Und für jeden Teilnehmer gab es natürlich eine Teilnehmerurkunde. Doch vorher dankte Schulleiterin Annette Steinhofer

der Firma Kappenberger+Braun, die heuer wieder neben der Übernahme der Kosten für das komplette Material auch vier ihrer Auszubildenden zur Verfügung gestellt haben. Ihr Dank galt in besonderer Weise dem Lehrlingsausbilder Josef Hauser. So gab es seitens der Kinder einen großen Applaus dafür. Dazu überreichten die beiden Klassensprecher an die Auszubildenden und an Josef Hauser  noch ein kleines Präsent. Die Schulchefin ist mit dem Projekt sehr zufrieden und zuversichtlich, auch nächstes Jahr mit der Chambtal-Grundschule Weiding daran teilzunehmen.

Was in so einem Comuter alles steckt war natürlich äußerst spannend.

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