Es blüht und summt an der Chambtal-Grundschule

Schulkinder bauen Insektenhotel und legen Blumenwiese an

Die Kinder der AG Umwelt vor der Blumenwiese und dem Insektenhotel

Forscher warnen seit Jahren und belegen in zahlreichen Studien einen drastischen Rückgang der Insektenarten weltweit. Insbesondere Schmetterlinge, der Mistkäfer und Hautflügler, zu denen Bienen, Wespen und Ameisen gehören, gehen stark zurück. Diese beängstigende Entwicklung hat alarmierende Auswirkungen für Natur und Menschen.

Insekten sind zum einen eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere, zum anderen sind sie unverzichtbar für die Bestäubung unserer Wild- und Kulturpflanzen und somit unverzichtbar für unsere Ernährung.

Ohne Bienen keine Birnen! Mit diesem Leitspruch wurden die Schüler der AG Umwelt auf die große Bedeutung der Insekten aufmerksam gemacht. Man fand heraus, dass neben der Honigbiene insbesondere die Wildbienen zahlreiche Blütenpflanzen bestäuben und damit unsere Ernte sichern. Da viele Wildbienenarten allerdings vom Aussterben bedroht sind, weil ihnen Lebensräume genommen werden, wo sie Futterquellen und Nistmöglichkeiten finden, entschlossen sich die umweltbewussten Mädchen und Jungen, den Insekten eine „Wohnung“ zu bauen.

Große Unterstützung fand die Arbeitsgemeinschaft durch Fritz Rohrmüller, der ein aktives Mitglied des OGV Weiding ist und die Umweltprojekte der Chambtal-Grundschule immer gerne und tatkräftig unterstützt. So stellte er das Material für ein großes Insektenhotel zur Verfügung und leitete die Schüler beim Bau fachmännisch an. Die Kinder bohrten Nistlöcher in Holzblöcke, schnitten Schilfrohre auf vorgegebene Längen und bohrten Bambusröhren mit kleinen Holzbohrern sauber aus. Im Mai begann man außerdem, eine 10m x 20m große Rasenfläche neben dem Schulgebäude vorzubereiten, um eine Blühwiese anzulegen. Auch hier war man wieder auf Mithelfer angewiesen, um dieses Projekt zu realisieren. Hausmeister Stefan Schindler und Landwirt Markus Müller frästen den Boden auf und lockerten ihn. Bei der Aussaat der feinen Blumensamen durften wieder die Schüler mithelfen. Schließlich musste die Bodenfläche noch mit einer Walze gefestigt werden.

Ab jetzt  hieß es, regelmäßig wässern,  Geduld haben und abwarten.

Nach den Pfingstferien zeigten sich bereits die ersten Blühpflanzen unter den Gräsern. Mittlerweile ist eine dekorative Wildblumenwiese gewachsen. Alle Beteiligten hoffen, dass die Wiese nicht nur für Insekten ein beliebter Treffpunkt wird, sondern auch von vielen anderen  heimischen Tieren wie Vögeln, Igel, Fröschen oder Eidechsen besucht wird.

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